Sitzung: 29.10.2025 Sozial-, Schul-, Sport- und Kulturausschuss
Herr Jahn übergibt das Wort an Frau Bannert.
Frau Bannert berichtet über die laufenden Baumaßnahmen. In der Grundschule „Max Lingner“ erfolgt seit den Herbstferien der aktuelle 1. Bauabschnitt der Fenstererneuerung. Die Baumaßnahme läuft durch Verzögerungen während der Schulzeit weiter, insbesondere der Eingangsbereich zur Alten Gorsdorfer Straße. Der zweite Bauabschnitt, der die Fenster zur Hinterseite und das Treppenhausband beinhaltet, ist für das Frühjahr 2026 geplant.
In der Grundschule Schweinitz erfolgt die Toilettenertüchtigung über das Programm Schulfreiräume. Die Maßnahme steht kurz vor dem Abschluss, es fehlen lediglich die Türen. Die Frist bis zum 31.12.2025 wird somit eingehalten.
Bei der Sporthalle Seyda wurde der Sportboden verlegt, die Unterkonstruktion für die Prallwand angebracht und in den Fluren die Fliesenarbeiten getätigt.
Weiterhin wurden Fördermittel beantragt, u. a. GTA – Ganztagsausbau, die die Stadt Jessen (Elster) erhält. Die Fördermittelbescheide gehen wahrscheinlich im Dezember erst zu. Hierbei sollen in der Grundschule Max Lingner und Hort Max Lingner die Toiletten in allen drei Etagen saniert werden und die Barrierefreiheit durch einen Fahrstuhl geschaffen werden. Dies gilt auch für die Grundschule in Schweinitz und Hort Sonnenschein. Die Barrierefreiheit soll hier auch durch einen Fahrstuhl erstellt werden.
Des Weiteren wurde ein Antrag für das Programm Schulfreie Räume gestellt. Zu diesem Programm liegt der Fördermittelbescheid bereits vor. Dies soll genutzt werden, um den Speiseraum an der Grundschule Max Lingner umzugestalten, insbesondere eine Verlegung nach außen zu ermöglichen. Diese Maßnahme ist geplant für 2026.
Aktuell werden Anträge zu der IKT-Förderung erarbeitet. Derzeit gibt es bei der Investitionsbank noch nicht die Freigabe zur Antragsstellung. Die Grundschulen Jessen und Schweinitz erarbeiten die erforderlichen Medienkonzepte.
Der Antrag für das Programm Öffizenz wird zurückgezogen. Die geplante Gas-Hybridanlage in der Grundschule Max Lingner ist nur teilweise förderfähig. Insbesondere der Gasbrennwertkessel und andere Ausgaben werden nicht in den förderfähigen Kosten einberechnet. Eine andere Heizvariante ist aktuell nicht möglich. Die aktuell ermittelten Gesamtkosten belaufen sich auf 1.300.000 Euro und lediglich 1.000.000 Euro sind maximal als Gesamtkosten förderfähig. Somit wäre der Förderbetrag höchstens 900.000 Euro und der verbleibende Eigenteil für die Stadt läge bei mindestens 400.000 Euro.
Geplant ist, einen Förderantrag über das Schulbauförderprogramm 2026 zu stellen. Der Fördersatz liegt bei 80 % und bei kompletter Kostenanrechnung liegt die Fördersumme bei 1.040.000 Euro und der Eigenanteil nur bei 260.000 Euro. Bei diesem Programm ist das Antragsverfahren vereinfacht.
Frau Naujokat stellt die Zwischenfrage, ob über dieses Schulbauförderprogramm 2026 nur die Heizungsanlage beantragt wird.
Frau Bannert antwortet, dass nicht nur die Heizungsanlage beantragt wird. Dieses Programm ist breit gefächert, so dass auch andere Maßnahmen, wie die Fassade der Grundschule Max Lingner, die Halle in der Schulsporthalle Max Lingner beantragt werden können. Auch Anträge für die Grundschule in Schweinitz sind über dieses Programm geplant.
Frau Naujokat möchte wissen, ob die Grundschule in Seyda Berücksichtigung findet.
Darauf entgegnet Frau Bannert, dass dies abhängig sein wird, ob die Schülerzahl relevant ist oder ob der Schulverbund im Gesamten betrachtet wird. Informationen dazu liegen jedoch noch nicht vor.
Frau Bannert erläutert, dass die Entscheidung durch den Träger getroffen wurde, dass eine Zusammenlegung der beiden Kindertagesstätten „Kinderhaus Kunterbunt“ und „Villa Teige“ zum 01.01.2026 stattfinden soll. Dies hängt durch einen Generationenwechsel zusammen, da die bisherige Leiterin Frau Eßberger zum Ende des Jahres in den Ruhestand geht. Dementsprechend wurde dies als Anlass genommen den ursprünglichen Zustand einer Einrichtung wieder herzustellen. Durch den Einzug der Kita „Villa Teige“ neben die Kita „Kinderhaus Kunterbunt“ wurden aus dem ursprünglich einem Haus zwei Häuser. Letztendlich werden Synergieeffekte, vielfältige Angebote und Programm erhofft. Dieses Zusammenwachsen ist ein Prozess und es wurde sich über einen Übergangszeitraum verständigt. Wenn es zu Änderungen in Konzeptionen kommt, müssen diese wiederum im Team und mit den Eltern besprochen und beschlossen werden. Während dieses Übergangszeitraums sollen keine Änderungen für die Kinder oder Eltern spürbar sein. Die notwendigen Änderungen sind organisatorisch und somit in der administrativen Ebene. Die Leitung übernimmt Frau Henze-Dietrich und ihr werden zwei Stellvertreter zur Seite gestellt, aus der Kita „Kinderhaus Kunterbunt“ Frau Plenz und aus der Kita „Villa Teige“ Frau Hollmig. Hierzu wird eine neue Betriebserlaubnis beantragt und aktuell dazu die notwendigen Unterlagen beigebracht, um die organisatorischen Notwendigkeiten auszuführen. Für diesen Übergang sind 2 Jahre geplant, da in diesem Jahr die Kuratorien gewählt wurden. Weiterhin sollen in dem Zeitraum die Gruppenstrukturen, wie auch die Erzieher in den Einrichtungen bestehen bleiben.
Frau Bannert informiert, dass es im späten Sommer einen Termin beim Landkreis Wittenberg gab, bezüglich der Kita-Bedarfsplanung. Diese Bedarfsplanung erarbeitet der Landkreis Wittenberg, ähnlich wie die Schulentwicklungsplanung. Hierbei werden über einen längeren Zeitraum die Geburtenprognose, Auslastung der einzelnen Einrichtungen und die Entwicklung dieser verschriftlicht. Dies zeigte natürlich auf, dass die Geburtenzahlen in den letzten beiden Jahren gesunken sind. Dies, wie auch die statistische Bevölkerungsprognose wirkt sich bei der Planung aus. Die Kapazitäten einzelner Einrichtungen sollen in Rücksprache mit dem Landkreis Wittenberg gesenkt werden, um so das Augenmerk auf die Qualität zu stärken. Dies dient auch dazu, dass die städtischen Einrichtungen im prozentualen Verhältnis nicht so schlecht dastehen. Der Landkreis als Träger der Jugendhilfe muss diese Kita-Bedarfsplanung 2027 beschließen. Die Stadt Jessen (Elster) kann lediglich Zuarbeiten leisten.
Frau Naujokat fragt, ob ein Termin für die Einweihung der Sporthalle in Seyda vorliegt.
Frau Bannert beantwortet, dass eventuell in den Winterferien damit zu rechnen ist. Jedoch ist dies auch abhängig von der Lieferung des Materials, welches eingebaut werden muss.
Herr Jahn fügt an, dass eine rechtzeitige Bekanntgabe und Einladung erfolgt.
Frau Schwager erfragt die Kindertagesstätten, bei den die Kapazitäten gesenkt werden sollen.
Frau Bannert stellt dar, dass noch keine Festlegung diesbezüglich vorliegen. Es betrifft hauptsächlich die dörflichen Einrichtungen am Rande, wie Klöden und Linda. Höchstwahrscheinlich sind auch Einrichtungen im Stadtkern betroffen..
Herr Jahn ergänzt, dass es in anderen Kommunen bereits zu Schließungen von Einrichtungen gekommen ist.
